Gottesdienstzeit vereinheitlicht

Mit Ostern bzw. der Umstellung auf die Sommerzeit tritt eine Neuerung in Kraft. Sie wirkt auf den ersten Blick klein – es geht um eine halbe Stunde – kann sich aber durchaus groß anfühlen.

Wir haben im Kirchenvorstand beschlossen, die Gottesdienstzeit am Sonntag Vormittag prinzipiell zu vereinheitlichen, und uns – nach einem längeren Prozess der Diskussion und des Nachdenkens – auf 9.30 Uhr verständigt. Ausnahmen sind, wie bisher auch, möglich.

Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Das ging schon deshalb nicht, weil wir innerhalb des Kirchenvorstands eine Vielfalt von Vorlieben, Gewohnheiten und Wünschen abbilden, die mit einer einfachen Lösung eigentlich nicht unter einen Hut zu bringen sind. Für die einen bedeutet der Abschied vom 9.00-Uhr-Gottesdienst im Sommerzeit-Halbjahr einen echten Verzicht. Für die anderen hätte es auch gerne 10.00 Uhr oder noch etwas später oder sogar früher sein können; d.h. auch diejenigen, die am Sonntag gerne etwas länger im Bett liegen oder frühstücken, verzichten auf etwas, wenn der Gottesdienst – relativ – früh beginnt. Und eben dieses Relative, also das lange Frühstück oder das etwas frühere Mittagessen, lässt sich kaum in eine gewichtete Reihenfolge bringen. Das Abstimmungsergebnis im Kirchenvorstand war entsprechend knapp, was nach dem bisher Gesagten keine Überraschung ist.

9.30 Uhr erschien uns als der beste Kompromiss. Wir hoffen, dass wir mit dieser Regelung insgesamt mehr Menschen in der Lukas-Gemeinde entgegenkommen können als bisher und dass diejenigen, die bisher regelmäßig den Weg zur Kirche genommen haben, dies weiterhin mit Freuden tun werden. Der Sonntagsgottesdienst soll ein Geschenk an alle sein. Mit der neuen, einheitlichen Gottesdienstzeit laden wir Sie nicht nur – wie bisher natürlich auch – herzlich ein, unsere Leben im Lichte des Evangeliums zu betrachten, vor Gott zu bringen und zu feiern; wir laden Sie ein, einander ein kleines Stück Verzicht zu schenken zum Wohle aller.